Stufentreffen der Abiturienten in verschiedenen Kneipen

Gute Stimmung aber etwas zu wenig Besucher waren am Dienstagabend im Jugendzentrum Ehingen. © Foto: Sven Koukal

Presseartikel vom aus der Südwest Presse - Ehingen

Der 23. Dezember zählt für die Ehinger Abiturienten als "Feiertag". Zu keiner Zeit im Jahr treffen sich so viele Jahrgänger, um gemeinsam an die Schulzeit zurückzudenken und gemeinsam zu feiern.

Auf den Ehinger Straßen war am Dienstagabend selbst zu später Stunde noch gut was los. An jeder Ecke traf man bekannte Gesichter an, es wurde umarmt, angestoßen und gefeiert. Der Tag vor Heiligabend zählt für die meisten Ehinger Abiturienten zum Pflichtprogramm. Lange wird auf den Tag hingefiebert, um die alten Schulkameraden wieder zu sehen und sowohl in die Vergangenheit zu schweifen als auch den Blick in die Zukunft zu richten. Je nach Jahrgangsgröße und Abschlussjahr startete der Abend des Stufentreffens unterschiedlich.

Jüngere Jahrgänge verabredeten sich im Vorfeld zum Essen im "Adler", "China Dragon" oder wie die Abschlussstufe von 2011 im "Schwanen". "Rund ein Drittel von uns hat sich dort getroffen. Für uns ist es jetzt eigentlich schon Tradition", meinte Markus Hammer. Nachdem man sich in intimer, ruhiger Atmosphäre austauschte, stand der hauptsächliche Teil an: das Feiern. Aus diesem Grund versammelten sich auch die älteren ehemaligen Stufen, die teils nicht mehr jedes Jahr nach Ehingen kommen und zu einem Fünf-Jahres-Rhythmus übergingen.

Unter dem Motto "alle Jahre wieder" lud der "Stadtjugendring Alte Post" in die Bahnhofstraße 1 ins Jugendzentrum ein. Die beiden DJs "Beardy Kid" und "d'r Graf vom Bussa" unterhielten die Besucher zwar gut, allerdings war der Andrang eher gering: "Von den Besuchern waren 80 bis 90 Prozent Jahrgänger aus etwa sechs bis acht Stufen", erklärte der Vorsitzende, Christian Walther. "Mit solchen Veranstaltungen wollen wir uns als Jugendhaus etablieren und weiterwachsen. Allerdings hätte gerne mehr los sein dürfen."

Nur einen Steinwurf entfernt war der Andrang - wie seit Jahren - vor dem "Bistro 84" recht groß. Manche standen lange an, so dass zeitweise vor dem Lokal mehr los war als im Inneren. Ein gewohntes Bild in der Pfisterstraße.

Mit einem permanenten Besucherstrom musste auch der extra für den Tag vor Weihnachten geöffnete "Stern" zurechtkommen. Zwischenzeitlich verhängte das Personal einen Einlassstopp. "Ich denke, es war wie letztes Jahr, nur besser organisiert. Neben vielen Abiturienten sind auch treue ,Stern'-Gänger von früher dabei gewesen", berichtete Sebastian Werkmann, der die Eröffnung zum 23. Dezember wieder mit der Hilfe von zwei Kumpels von der SG Dettingen möglich machte. Im Vorfeld seien die Nachbarn durch einen Brief über den Betrieb im "Stern" am Abend informiert worden, was laut Werkmann gut ankam. Mit vier Securitys waren die Auflagen strenger als letztes Jahr, deshalb müsse man schauen, ob es sich nächstes Jahr nochmal lohne.

Wer sich am Dienstag nicht zwischen "Stern", Jugendzentrum und "Bistro" entscheiden konnte, fand ebenso Platz im "Highlander" oder "Caddy". Hauptsache das Wiedersehen bereitete Freude und ein schönes Gefühl, eine eigene Tradition aufgebaut zu haben.

Autor: Sven Koukal
Quelle: https://www.swp.de/suedw…