Sechstes Ehinger Skate-Spektakel: Auf Zukunft gebürstet

Die Ehinger Skater wollen eine Veranstaltung für alle Bevölkerungsschichten anbieten. © Foto: Archivfoto: Christina Kirsch

Presseartikel vom aus der Südwest Presse - Ehingen

Der Erfolg des Ehinger Skate-Contests 2016 im Berkacher Grund hat das Team um Christoph Schlegel in seiner Strategie bestärkt.

„Es hieß, entweder der Event stirbt oder aber man versucht, größer zu werden. Der Elan war vorhanden, wir haben dann auf zwei Tage ausgeweitet und mit den wenigen Mitteln, die man hatte, Bands organisiert, um eine breitere Masse anzusprechen“, berichtet der Ehinger Skater. „Und siehe da: Über beide Tage gerechnet waren sicher 250 bis 300 Leute da unten. Mega!“ Vor allem hätten alle Spaß gehabt, was wichtiger als eine hohe Zahl ist.

Für dieses Jahr habe man die Kooperation mit dem Stadtjugendring, der wieder als Veranstalter auftritt, verstärkt. Zum sechsten Ehinger Skate-Contest („ESC“) am 15. und 16. Juli, den Ehinger Skater und der Stadtjugendring „Alte-Post e.V.“ geplant haben, ist ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Workshops, Spielmobil, Hüpfburg und Livemusik geboten. Wettkampftag selbst soll der Sonntag sein.

Es musste mehr Geld her

Die größte Neuerung? Es musste mehr Geld her, sagt Schlegel, und daher haben die Macher sich von „Mitmachen Ehrensache“ und beim Verein Jugendhäuser Alb-Donau (JAD) helfen lassen. Zudem wurde ein noch besserer Rabatt mit der Metzgerei und der Druckerei ausgehandelt. Weitere Sponsoren halfen ebenfalls. Namhaftere Bands waren so möglich, und eine ordentliche Sound- und Lichtanlage.

„Mein Traum wäre eine richtige, professionelle Bühne“, sagt Schlegel. Der 31-jährige Ehinger in Elternzeit träumt für die Zukunft von noch namhafteren Bands, breiter gefächerten Musikrichtungen, mehr Ständen. Und er versucht schon heuer mit einer Benefiz-Aktion den Ehinger „ESC“ noch bekannter zu machen: „Wir stellen Spendenkässchen für die wohltätigen Verein Skate-Aid aus München auf, und die machen dafür bundesweit Werbung für uns – Sie sehen, wir sind auf Zukunft gebürstet.“

Zum Programm haben Christian Walther vom Stadtjugendring und der Chameleon-Bewegung sowie Ada Bialecki, die im Ehinger Jugendhaus „E.go“ aktiv ist, informiert: Der Samstag, 15. Juli, steht im Zeichen des zwanglosen Miteinanders und der Livemusik. Geplant sind zwischen 12 und 24 Uhr Konzerte insgesamt fünf verschiedener regionaler und überregionaler Bands: Jancees Pornick Casino (22 Uhr) Stepfather Fred (20.40), Unstucc (19.20), Intolerant Truth (18.20), und den Anfang machen Bitchlifter um 17 Uhr. Währenddessen ist für das leibliche Wohl (Grillgut mit einer vegetarischen Alternative vom „Hemperium“ aus Ulm, eventuell Kaffee und Kuchen, Getränke) noch besser gesorgt. Neben dem durch die Mitarbeiter des Jugendzentrums betreuten Spielmobil und der Hüpfburg soll ein Skateboardkurs für Kinder angeboten werden. Außerdem gibt es Basketballkörbe zum Werfen und einen Merchandise-Stand von Ferkel Skateboarding. Die Skate-Anlage darf natürlich genutzt werden.

Am Sonntag messen sich junge Skater in verschiedenen Alterskategorien untereinander auf der Skateanlage. Externe Juroren bewerten dies. Um 13 Uhr beginnt das freie Training, der Wettbewerb selbst um 15 Uhr, abends folgt die Siegerehrung. Musikalisch heizen wieder zwei Ehinger DJs ein, die schon 2016 dabei waren.

Gleichzeitig stehen am Sonntag (16. Juli) Familien im Fokus, schreibt Christian Walther vom Stadtjugendring: Hüpfburg und Spielmobil stehen wieder bereit, zudem werden Kaffee und Kuchen verkauft. Ende soll am Sonntag spätestens um 20 Uhr sein. Primäres Ziel des Skatecontests solle es in diesem Jahr sein, Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Familien, Skatern und Skaterinnen und allen Interessierten eine gelungene Veranstaltung zu bieten, die dazu verleitet ein paar Stunden an der Skateanlage zu verweilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ein wichtiger Wunsch von Christoph Schlegel ist für nächstes Jahr schon da: „Mehr Helfer für den Auf- und Abbau.“ Denn das „ESC-Team“ denkt schon an nächstes Jahr, „da würden wir gerne noch größer werden, das würden wir aber mit der derzeitigen Manpower nicht vernünftig gestemmt bekommen“. Und der größte Wunsch für dieses Jahr ist natürlich gutes Wetter, und dass die Besucher bei freiem Eintritt reichlich kommen und sich dann aber auch an den angebotenen Ständen verpflegen.

Autor: Karin Mitschang
Quelle: https://www.swp.de/suedw…